Agility
Agility – Der rasanteste Hundesport der Welt
Agility wurde Ende der 70er Jahre in England entwickelt und hat vor einigen Jahren auch in Deutschland festen Fuß gefasst. Diese dynamische Hundesportart ist dem Reitsport nachempfunden: Genau wie bei einem Springturnier muss der Hund in einem Geräteparcours verschiedene Hindernisse möglichst fehlerfrei und in einer vorgegebenen Zeit überwinden.
Die Prüfungsanforderungen sind dabei perfekt auf den jeweiligen Ausbildungsstand der Teams abgestimmt.
Leistungsklassen & Aufstieg
Um leistungsgerecht zu starten, unterscheidet man im Agility drei verschiedene Leistungsklassen sowie eine separate Klasse für ältere Hunde:
- A1: Die unterste Leistungsklasse (Mindestalter des Hundes: 18 Monate).
- A2: Die mittlere Leistungsklasse.
- A3: Die höchste Leistungsklasse.
- Senioren: Für ältere Hunde (Mindestalter des Hundes: 6 Jahre).
Wie funktioniert der Aufstieg?
Für den Aufstieg von der A1 in die A2 (und später in die A3) benötigt ein Team entweder:
- 3 Nullfehler-Läufe und eine Platzierung unter den ersten Drei oder
- 5 fehlerfreie Läufe innerhalb der aktuellen Klasse, die von mindestens zwei verschiedenen Leistungsrichtern bewertet wurden.
Gut zu wissen: Ein freiwilliger Abstieg nach einer Qualifikation ist jederzeit möglich. Danach müssen die Qualifikationsbedingungen für den Start in der höheren Klasse jedoch erneut erfüllt werden.
Die Disziplinen und der Parcours
Im Turniersport wird grundsätzlich zwischen zwei Varianten unterschieden:
- Der A-Lauf: Enthält neben einfachen Sprunghürden auch die sogenannten Kontaktzonengeräte.
- Das Jumping: Ein schneller Lauf, bei dem die Kontaktzonengeräte komplett fehlen.
Der Parcoursaufbau
Ein Wettbewerbsparcours ist flüssig und passend zum Naturell der Hunde angelegt. Auf einem Sportfeld von 20 x 40 Metern werden je nach Prüfungsstufe zwischen 12 und 20 Geräte aufgebaut. Dazu gehören in erster Linie die Kontaktzonengeräte wie die Wippe, der Laufsteg und die Schrägwand, bei denen der Hund die farblich markierten Zonen zwingend mit den Pfoten berühren muss. Zusätzlich fordern verschiedene Sprunghindernisse – darunter klassische Hürden in mehreren Varianten, eine Mauer, ein Reifen sowie der Weitsprung – die Sprungkraft und Präzision des Vierbeiners. Abgerundet wird der Agility-Parcours durch weitere abwechslungsreiche Elemente wie den Tisch, den Slalom, den Sack-Stofftunnel und den festen Tunnel, die das Geschick und die Konzentration des Hundes auf die Probe stellen.
Für wen ist Agility geeignet?
Agility ist eine faszinierende Herausforderung für das gesamte Mensch-Hund-Team. Der Mensch fungiert hierbei als vorausschauender „Lenker“, während der Hund als agiler Sportpartner die Aufgaben flink und fehlerfrei löst.
- Welche Hunde dürfen mitmachen? Geeignet sind alle gesunden Vierbeiner, die über eine solide Grundschnelligkeit und Sprungkraft verfügen. Die Größe oder die Rasse spielen überhaupt keine Rolle – Mischlinge sind genauso herzlich willkommen wie Rassehunde!
- Was wird vom Hundeführer erwartet? Agility erfordert geplantes Training, Ausdauer bei der Ausbildung und echten Teamgeist. Dazu gehört auch das gemeinsame Anpacken: Die Geräte werden im Training immer wieder neu gruppiert und müssen zu Beginn auf- und am Ende abgebaut werden. Als Teampartner Mensch sollte man zudem gut auf die rassespezifischen und individuellen Eigenheiten seines Hundes eingehen können.
Die Basis: Ohne Gehorsam geht es nicht!
Auch beim Agility gilt: Ohne einen soliden Grundgehorsam läuft nichts. Bevor es an die Geräte geht, müssen Hund und Mensch in den Grundlagen so ausgebildet sein, dass ein tiefes Vertrauensverhältnis und ein fast blindes Verstehen entstehen. Jede Regung und jede Gestik des Menschen muss vom Hund verstanden werden. Das schafft Sicherheit, fördert die Arbeitsfreude des Hundes und legt den Grundstein für die ersten Erfolgserlebnisse.
Wenn all diese Komponenten der Basisausbildung in die Erziehung einfließen, ist die für Wettkampfteilnehmer geforderte Begleithundeprüfung (BH) am Ende überhaupt kein Problem mehr!
💡 Lust mitzumachen? Bitte beachte, dass eine Anmeldung zwingend erforderlich ist, da die Übungsstunden wetter- bzw. organisationsbedingt auch mal ausfallen können. So können wir dich rechtzeitig informieren!